Painpoints

Unternehmen stehen unter wachsendem Druck durch neue EPR-Vorgaben, Plastiksteuern und Verpackungsregularien. Fehlende Datenqualität, manuelle Excel-Prozesse und unklare Berichtspflichten führen zu hohem Aufwand, Fehlern und Compliance-Risiken. Gleichzeitig fehlt Transparenz über Kosten und Optimierungspotenziale, während Regulierungen sich ständig ändern und Systeme oft nicht integriert sind.

 

Extended Producer Responsibility

Im Rahmen des Europäischen Green Deals ist die Kreislaufwirtschaft ein wesentliches Ziel der Europäischen Union (EU). Teil der Kreislaufwirtschaft ist der Umgang mit Abfällen von Verpackung, Elektronik und Batterien. Diese Abfälle werden in der EU nach dem Prinzip der „Extended Producer Responsibility“ (EPR) recyclet. EPR beschreibt kurzgesagt, die Pflicht der auf dem EU Markt Produkte platzierenden Partei (z. B. Hersteller, Importeur o. ä.) für die Entsorgung der Produkte am Lebensende zu sorgen. Die entsprechenden EU Richtlinen und Verordnung werden in jedem Land in nationales Recht umgesetzt, wodurch die genaue Umsetzung in der EU heterogen ist. Folgende EU-Richtlinien umfassen die EPR für Verpackungen, Batterien und Elektroschrott (WEEE): 

  • EU Waste Management Law 2008/98/EC
    Genereller Umgang mit Abfall und der EPR.
  • Packaging and Packaging Waste Directive (PPWD) 94/62/EC
    Umgang mit Verpackung und Verpackungsmüll, Recyclingziele und Einführung von Fraktionen. Inkraft bis 11.08.2026
  • Packaging and Packaging Waste Regulation (PPWR) (EU) 2025/40
    Inkraft ab: 12.08.2026, Neufassung der PPWD mit wesentlich schärferen Recyclingzielen bis 2030, beispielsweise obligatorische Verwendung recycelter Verpackung.
  • WEEE2 Directive 2012/19/EU:
    Löste am 15.02.2024 die WEEE1 Richtlinie (2002/96/EC) ab, regelt die Entsorgung und Kategorisierung von Elektroschrott.
  • Sustainability of Battery (waste) (EU) 2023/1542:
    Löste am 18.08.2025 die vorherige Richtlinie (2006/66/EC) fast vollständig ab, einzelne Teile aus dieser gelten noch bis zum 30.06.2027; regelt die Entsorgung und Kategorisierung von Batterien.

In allen Ländern kann EPR prinzipiell auf zwei Arten umgesetzt werden:

Erstens: Der Hersteller übernimmt selbst das Recycling der eigenen Verpackung und organisiert in der gesamten Union Rücknahmestellen für die eigenen Produkte. Dieser Ansatz ist mit entsprechenden Kosten verbunden und erfordert zudem in einigen EU Ländern Lizenzen, welche hohe Anforderungen haben.

Zweitens: Der Hersteller überträgt diese Verantwortung – gegen eine monetäre Entschädigung – an eine dritte Partei, welche man „Producer Responsibility Organization“ (PRO) nennt. Eine PRO kann ein Privatunternehmen, eine staatliche benannte öffentliche Organisation oder ein Regierungsministerium sein. Entsprechend der Gesetze ist man verpflichtet diesen PROs regelmäßig die Summen von Abfall, die man in den Markt gebracht hat zu melden.

 

Plastic Tax

Neben der EPR hat die EU 2020 beschlossen, die Nutzung von nicht recyceltem Plastikverpackung zu sanktionieren. Diese als „Plastic Tax“ ((EU, Euratom) 2020/2053 Artikel 2, Absatz 1c) bekannte Steuer wird auf nationaler Ebene durch die EU erhoben. Die Weitergabe dieser Kosten ist daher nicht in allen Ländern gegeben. Infolge dieser Ratsentscheidung haben Länder wie das Vereinigte Königreich oder Spanien eine solche Plastic Tax erlassen, welche mit Mengenmeldungen an den Gesetzesgeber einhergehen.

 

Lösungen

Mit den SAP Lösungen SAP Recycling Administration (SAP REA) und der neuen Lösung SAP Responsible Design and Production (SAP RDP) lassen sich die Anforderungen der EPR, der Plastic Tax und die Anforderungen Reduce, Reuse, Recycle umsetzen.

Vorteile der SAP Lösungen:

  • Abbildung der relevanten Stammdaten – Artikel, Verpackungen, Fraktionen, Single Use Plastic, Recycled Plastic, Ausnahmen etc.
  • Wiederverwendung von vorhandenen Daten (z.B. Stücklisten mit Verpackungsdaten)
  • Möglichkeit zur Integration von Daten aus Third-Party Systemen und Excel Dateien
  • Verfolgung der relevanten Geschäftsvorfälle, d.h. Produktion und Import, Ausschluss Export mit Integration in die SAP Vertrieb, Einkauf, Materialwirtschaft.
  • Erfüllung gesetzlicher Verpflichtungen zum Reporting
  • Integration SAP SD Preisfindung, Integration SAP CO Controlling (Rückstellungen) und FI Finanzen (Verbindlichkeiten Steuern).
  • Gemeinsame Lösung zur Erfüllung der Plastic Tax und gesetzliche Vorschriften für das Entsorgen von Verpackungen, elektronische und elektrische Geräte und Batterien.
  • Digitalisierung der Nachhaltigkeit
  • Grundlage für die Entwicklung nachhaltiger Produkte
  • Bessere Transparenz für Kunden und Stakeholder

Ergänzende Themen­felder der
SI PRO im Bereich SAP Sustain­ability

SI PRO Beratungs­leistungen SAP Recycling und Plastic Tax

Die SI PRO unterstützt Sie bei der Planung, Implementierung und Support von SAP Recycling and Plastic Tax.

Typischerweise führen wir zu Beginn des Projektes Kundenworkshops zu folgenden Themen durch.

  • Projektziele, Scoping
  • Konzept Stammdaten - Artikel, Verpackungen, Fraktionen
  • Integration von Stückliste, Material- und Partnerstamm
  • Recycling-Partner, Preislisten
  • Integration von Verpackungsspezifikationen
  • Identifikation relevanter Geschäftsprozesse (Produktion, Import, Verkauf etc.)
  • Stammdatenpflegeprozesse
  • Rollenkonzept z.B. Recycling and Plastic Tax Expert, Verpackungsingenieur, Nachhaltigkeitsmanagement, Sales and Product Management
  • Berechtigungskonzept
  • Schulungskonzept
  • Reporting

Wir bereiten die Ergebnisse auf und erarbeiten Alternativen für die Umsetzung und gestalten Sollgeschäftsprozesse und operative Lösungen.

Die SI PRO bringt hier üblicherweise auch ein Best Practice Know-how aus der Historie von über 20 Jahren SAP Projekte im Bereich Nachhaltigkeit ein.

Wir können mit unserem SAP Demo- und Entwicklungssystemen zeigen, wie die Anforderungen umgesetzt werden können.

Als SAP zertifiziertes Consultingunternehmen beraten und implementieren wir die Lösungen SAP Recycling Administration (SAP REA) und der neuen Lösung SAP Responsible Design and Production (SAP RDP) Tax. Die Consultants der SI PRO haben an dem SAP Partner-Enablement für die neusten Funktionen von SAP Responsible Design and Production (SAP RDP) teilgenommen.

Im Rahmen der Implementierung erfolgt die technische Umsetzung, d.h. das Set-up des SAP REA im SAP ERP oder S4HANA. Das von SAP Responsible Design and Production wird mit der Business Technology Platform (BTP) in das SAP S4HANA integriert. Bei Bedarf kann auch eine Integration von älteren SAP ERP Systemen sowie die Integration in SAP Product Lifecycle Management (PLM) Systeme und Systeme anderer Hersteller (z.B. Windchill) realisiert werden.

Es erfolgt mit der Umsetzung auch die Integration in die SAP Module SAP SD Sales and Distribution und SAP MM Material Management.

Nach der Implementierung ist die Lösung gründlich zu testen. SI PRO kann bei der Erstellung geeigneter Testszenarien sowie bei deren Durchführung unterstützen.

Ein effizientes und sicheres Arbeiten mit den neuen Funktionen ist am besten möglich, wenn die betroffenen Anwender sowie weitere betroffene Personen darin umfassend geschult wurden. SI PRO bietet eine entsprechende Systemschulungen an.

Warum Sie sich für die
SI PRO entscheiden sollten

Die Firma SI PRO berät SAP Nachhaltigkeitslösungen seit mehr als 20 Jahren und verfügt über das umfangreichste Best Practice Know-how.

Unsere Consultants kennen die Fachthemen, Geschäftsprozesse, aktuellsten SAP Lösungen, Technologien und geeignete Vorgehensweisen.

Wir können Sie im kompletten Projektlebenszyklus von der ersten Anforderungsaufnahme, Projektierung, Implementierung und Wartung unterstützen.

Ansprechpartner Geschäftsleitung
André Bremer
Tel. +4962130982615
E-Mail

Ansprechpartner Partner
Andreas Renner
Tel. +4962130982615
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